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MyReha-digital

Patientenindividuelles, datenbasiertes Rehabilitationssystem

gefördert durch:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektverantwortlich: Prof. Dr. Sebastian Dendorfer
Kooperationspartner: Oped GmbH

Laufzeit: 2022-2025

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Mehr Selbstbestimmung durch ein mobiles, datenbasiertes Rehabilitationssystem

Trotz der vielen verfügbaren Rehabilitationsmodalitäten ist eine optimale Rehabilitationsstrategie national wie auch international noch nicht festgelegt. Das Fehlen einer einheitlichen Strategie ist eine Folge der bestehenden Unterschiede in der Durchführung, Dauer und Intensität von Rehabilitationsprogrammen. Folglich gibt es einen Mangel an evidenzbasierten Praxisrichtlinien und Empfehlungen einer postoperative Knie-Totalendoprothesen (TEP) Rehabilitation.


Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf patientenbezogene Informationen und erhobene Bewegungsdaten, um ein auf den aktuellen, individuellen Daten basierendes, gesteuertes Rehabilitationssystem zu erstellen. Patientinnen und Patienten werden im Gegensatz zu existierenden, starr zeitbasierten Einteilungen in Rehabilitationsstadien unmittelbar und individuell angeleitet.

Im Rahmen dieses neu entwickelten Rehabilitationssystems werden Bewegungen und Reaktionskräfte von Alltagsaktivitäten, physiotherapeutischen Übungen und vielen im Rehabilitationsverlauf relevanten Bewegungen und patientenrelevanten Informationen aufgenommen. Ein Bestandteil klinisch basierter Ergebnismessungen ist der Kniewinkel, welcher für funktionelle, alltägliche Bewegungen wie Gehen, Hinsetzen und Aufstehen oder dem späteren Treppensteigen einen entscheidenden Parameter darstellt und für die jeweilige Auswahl und Progression der Übungen wichtige Informationen liefert. Diese Daten fließen in muskuloskelettale Modellierungen ein, woraus kinematische und kinetische Parameter der einzelnen Übungen und Bewegungen abgeleitet werden können. Die gewonnenen Informationen dienen der Zuordnung zu den spezifischen Rehabilitationsstadien und der Quantifizierung motorischer Fähigkeiten. Zur praktikablen Umsetzung erfolgt eine Korrelation der berechneten Parameter mit sensortypischen Messgrößen, so dass ein Transfer der komplexen Erkenntnisse auf das mobile Rehabilitationssystem möglich wird. Hierdurch kann eine fähigkeitsorientierte, individuelle Steuerung des Therapieverlaufes erfolgen, losgelöst von starren zeitlichen Protokollen.


Die Notwendigkeit der Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Selbstbestimmung des Einzelnen wurde seitens der Corona-Pandemie verdeutlicht. Das Bereitstellen von passgenauen Rehabilitationsprogrammen kann dazu beitragen, das individuelle Ergebnis nach der Operation zu verbessern und individuell gesetzte Ziele der Patientinnen und Patienten unabhängig von Zeit und Wohnort zu erreichen.

 

Partner-Links:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektverantwortlich: Prof. Dr. Sebastian Dendorfer
Kooperationspartner: Oped GmbH