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Virtuelles Modell für die Geburtshilfe (Bild: Prof. Dr. Sebastian Dendorfer, OTH Regensburg)

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Virtuelle Modelle zur Optimierung der medizinischen Aus- und Weiterbildung

gefördert durch:
EU / Interreg V A

Projektverantwortlich (OTH): Prof. Dr. Sebastian Dendorfer
Kooperationspartner: Westböhmische Universität Pilsen, Karls-Universität Prag

Laufzeit: 2021-2022

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Trainingstool für die Geburtshilfe

Um Ärztinnen, Ärzte und werdende Mütter besser zu schützen, wird in diesem Projekt ein Schulungsinstrument für Ärzte, Ärztinnen und Hebammen entwickelt, das sowohl auf die korrekte Ausführung des manuellen Dammschutzes, als auch auf die ergonomisch optimierte Körperhaltung der Geburtshelfenden achtet. Studien belegen, dass der manuelle Dammschutz das Risiko eines schweren Dammtraumas um bis zu 50-70 % reduzieren kann.


Nur mit Hilfe von digitalen Menschmodellen können zukünftige Geburtshelfende Einblicke in das Innenleben des Geburtsprozesses sowie die komplexen Wechselwirkungen ihres Handelns auf das Kind, die werdende Mutter und auf den eigenen Bewegungsapparat erhalten. Das im INTERREG-Projekt 182 entwickelte virtuelle Modell der Hand und das zu erweiternde Modell des Beckenbodens dienen als Basis für die Simulationen, auf denen die Empfehlungen des Trainingstools beruhen.

Im Trainingstool kommt Künstliche Intelligenz unter anderem zum Einsatz, um pathologische Bewegungsmuster oder Lasten zu erkennen und zu bewerten. Die trainierenden Personen erhalten ein Echtzeitfeedback zur Vermeidung schädlicher Bewegungen.


Im Projekt entwickelt das anatomische Institut der medizinischen Fakultät an der Westböhmischen Universität in Pilsen, Ústav anatomie (ÚA), die anatomischen und physiologischen Parameter für die Erweiterung des Beckenbodenmodells. Das Forschungszentrum Neue Technologien, Nové technologie – výzkumné centrum (NTC), entwickelt das Modell. Das Labor für Biomechanik (LBM) an der OTH Regensburg stellt die notwendigen Randbedingungen des Modells anhand von Bewegungsaufzeichnungen zur Verfügung und analysiert die Belastungen der Geburtshelfenden. Das Biomedicínské centrum (BC) steuert die gynäkologische Expertise bei. NTC und LBM führen die ergonomischen Analysen in Absprache mit dem Partner ÚA und BC durch und entwickeln aus den Ergebnissen das Trainingsgerät. BC wirkt an der Überprüfung des Tools in der Praxis mit.